„Noch vor wenigen Jahren kannte niemand den Fachbegriff der hedonischen Bewertung. Heute ist dies der Inbegriff für kostenlos oder kostengünstig angebotene Bewertungsmodelle“, so Gunnar Gärtner im Interview mit dem RealEstateReport. Doch sind diese Angebote auch seriös? Und was bedeuten Sie für den Berufsstand des Immobilienbewerters?

Text von Remi Buchschacher

Wir gratulieren unserem Präsidenten! Es freut uns sehr, dass Gunnar Gärtner MRICS in diesem Jahr zu den 100 führenden Köpfen der Immobilienwirtschaft zählt. Die Fachzeitschrift Immobilien Business kührt mit dem „Who is Who“ jedes Jahr die wichtigsten Persönlichkeiten der Immobilienbranche.

Gunnar Gärtner.
© Patric Spahni

Unerwartet früh ist Dr. David Hersberger am 3. Juli 2021 nach schwerer Krankheit entschlafen. Er galt als ausgewiesener Experte im Schätzungswesen und hat als Präsident der vormaligen Schätzungsexperten-Kammer SEK/SVIT die Bewertungsbranche wesentlich mitgeprägt.

Was bringt wohl die nahe Zukunft? Wir wissen es nicht!

Die drei Fachreferate anlässlich des Online-Seminars der Bewertungsexperten-Kammer SVIT warfen brisante Fragen rund um die Coronakrise im Zusammenhang mit Hospitality-Immobilien auf, die in der anschliessenden Diskussion diskutiert wurden.

Text von Stephan Wegelin

Derweil «Business Ecosystem» zu einem unternehmensstrategisch bedeutenden Modewort in der Finanzindustrie geworden ist, funktioniert der SVIT mit seinen fünf schweizweit agierenden Fachkammern schon länger als ein eigentliches Business Ecosystem. Die fünf Fachkammern des SVIT Schweiz – die Bewertungsexperten-Kammer, die Facility Management Kammer, die Fachkammer Stockwerkeigentum, die Kammer unabhängiger Bauherrenberater und die Schweizerische Maklerkammer – finden gemeinsam Antworten auf alle Herausforderungen von Eigentümern und Investoren, Projektentwicklern, Architekten und Planern, Nutzern, Betreibern und Immobiliendienstleistern. Die fünf Fachkammern des SVIT Schweiz garantieren in Ihren jeweiligen Fachbereichen die höchsten Qualitäts- und Leistungsstandards.

Daten sind gut. Experten sind besser», lautet die These von Felix Thurnheer, der den ERFA-Experten als Gastreferent spannende Einblicke in die Welt der raumrelevanten Daten gewährte.

ORIENTIERUNG SCHAFFEN ALS AUSGANGSPUNKT
Die Standortanalyse dient zunächst schlicht der Orientierung. Wo sind wir, was hat es hier, wie weit ist es zur nächstgrösseren Stadt, zum Bahnhof oder zur Schule? Klingt simpel, setzt aber eine wichtige gemeinsame Wissensbasis voraus. Die Marktanalyse bezieht sich dann ebenfalls auf diesen Standort. Wie viele Leute wohnen oder arbeiten hier und wer ist das genau? Wie strukturiert sich die Wirtschaft oder welche Infrastruktur befindet sich am Ort? Einige Standorteigenschaften sind gut quantifizierbar, am besten in Form von Skalen, wie zum Beispiel ÖV-Güte, Aussicht, Steuern oder das Preisniveau. Andere müssen in Relation zum Ort betrachtet werden. Bergsicht in Zürich oder in Glarus hat eine komplett unterschiedliche Bedeutung. Dasselbe gilt für Schulwege, Infrastrukturen oder etwa die Erschliessung von Ortschaften. Das Preisniveau eignet sich besonders gut, um die Qualität eines Standortes zu ermitteln. Der Preis (Quadratmeterpreise Kauf, Miete oder Bauland) ist am Ende das Resultat sämtlicher Standortüberlegungen und der damit verbundenen Standortgeschichte – quasi die Summe aller Einzelindikatoren auf den Punkt gebracht. Artikel lesen

Die fünf Fachkammern sind die Spezialistengremien des SVIT, des Schweizerischen Verbandes der Immobilienwirtschaft. Sie decken mit spezifischen Expertisen das ganze Leistungsspektrum der Immobilienwirtschaft ab. Mit ihrem ausgewiesenen Know-how richten sich die Bewertungsexperten-Kammer, die Facility Management Kammer, die Fachkammer Stockwerkeigentum, die Kammer unabhängiger Bauherrenberater und die Schweizerische Maklerkammer gleichermassen an Immobilien-Eigentümer und -Käufer, an Investoren, Projektentwickler, Architekten und Planer, Nutzer, Betreiber und Immobiliendienstleister. Als Bewirtschafter, Vermarkter, Entwickler, Bewerter, Berater und Facility-Manager vermögen die Fachkammern des SVIT den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie zu begleiten. Sie verfügen über ein schweizweit ausgezeichnetes Renommee und garantieren in ihren jeweiligen Metiers die höchsten Qualitäts- und Leistungsstandards.

Darüber hinaus bieten die fünf Fachkammern den angeschlossenen Unternehmen in der Deutschschweiz, in der Romandie und im Tessin und interessierten Fachkreisen ein attraktives Netzwerk und optimale Plattformen für den Austausch von Wissen und die Diskussion aktueller Entwicklungen. So organisieren sie gemeinsam jährlich das Real Estate Symposium, das einen festen Platz im Terminkalender der Immobilienbranche einnimmt.

Ende März findet der 8. Valuation Congress statt. Zehn Fachexperten aus Forschung, Planung und Realisierung referieren und diskutieren über Bewertungsfragen. Während der Vorbereitungen ist dieses Interview entstanden.

Die Gebäudetechnik hat ein komfortables Raumklima geschaffen: Heizung, Lüftung und Klimakälte machen unseren Alltag unabhängig vom Wetter. Doch welchen Wert messen wir dieser Technik bei der Bewertung des Gebäudeparks Schweiz zu? Bewerten Investoren, Nutzer und Immobilienschätzer die Gebäudetechnik angemessen? Wir treffen den Fachexperten und Leiter Energie und Gebäudetechnik Christian Erb von Tend AG, vormals Halter Immobilien. Der diplomierte Maschineningenieur schafft optimierte Gebäude techniklösungen bei Arealentwicklungen von Halter und Dritten. Wir fragen ihn zu Themen, über die er am Valuation Congress am 31. März 2020 in Aarau referieren wird.
Herr Erb, Halter hat mit dem Limmatfeld in Dietikon ein energieeffizientes Areal realisiert. Worin liegen die Vorteile eines arealübergreifenden Energiekonzeptes?
Für jede Nutzungsform wie Wohnen, Büro oder gar Rechencenter ist der Bedarf an Wärme und Kälte sehr unterschiedlich. Durch eine übergeordnete Lösung kann ein Ausgleich geschaffen werden und die Abwärme der Kälte in einem Baufeld kann in einem anderen Baufeld für die Heizung genutzt werden. Bei entsprechend grosser Energiedichte kann sogar ein Wärme- und Kälteverbund Sinn machen. Im Energieverbund Schlieren werden beispielweise die Wärme und die Kälte mit separaten Fernleitungen geliefert. Die Abwärme der Kälte wird zentral für die Wärmeproduktion genutzt. Die Abwärme aus mehreren Rechenzentren deckt beinahe die Hälfte des Wärmebedarfes des Gebietes ab. Artikel lesen

SVIT Kongress im KUK Aarau
© Patric Spahni